Expertise von Fleischsommelier
Timo SchwarzName und Herkunft des Namens: Der Name Picanha stammt aus dem Portugiesischen und wird im brasilianischen und portugiesischen Sprachraum als Standardbezeichnung für dieses Stück verwendet. Es wird oft als Teil der südamerikanischen Kitchen populär, insbesondere in der brasilianischen Grillkultur (Churrasco). Für die Etymologie gibt es mehrere Theorien; eine verbreitete These besagt, dass der Name von „picana“ (deutsch „Peitsche, Spieß“) oder vom Ausruf brasilianischer Rinder treibender Cowboys kommt, die sich gegenseitig aufforderten, das Rind an der Hüfte anzutreiben – also genau dort, wo das Picanha sitzt.
Typische Zubereitungsart: Traditionell wird Picanha vor allem am Spieß über Holzkohle oder im Ofen mit Fettauflage gegrillt, oft als Churrasco serviert. Die Fettseite bleibt nach oben, um das Fleisch beim Drehen mit Fett zu benetzen, während das darunterliegende Muskelfleisch zart bleibt. Danach wird das Picanha in dünne Scheiben quer zur Faser geschnitten, sodass die Fasern verkürzt werden und die Textur besonders weich wirkt. Neben der klassischen Spieß‑Variante eignet es sich auch für ganze Drehspieße, Braten, Schmoren oder als Schnitftsteak, etwa mit einfachem Salz, Kräutern und Chimichurri‑Sauce.
Kurz gesagt: Picanha ist ein saftiger, stark marmoriertes Rindfleischstück mit Fettdeckel aus der Hüfte, beliebt als Grill‑Spezialität Brasiliens und ideal für alle, die aromatische, aber dennoch zarte Steak‑Erfahrungen suchen.
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